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Daniela Grimm
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Wer gut zuhört, spricht auch besser. So klingt Ihre Stimme schöner.

Hand aufs Herz:  Sie mögen Ihre Stimme nicht besonders, wenn sie „vom Band“ kommt? Und Sie würden aus allen Wolken fallen, wenn Sie wüssten, dass diese Stimme viel eher an jene herankommt, die andere Menschen hören, wenn Sie sprechen?

Und genau deshalb lohnt es sich, an der „Bandstimme“ zu arbeiten.

Wieso klingt meine Stimme „vom Band“ so fremd?

Die Stimme ist nichts anderes als eine Menge von Schallwellen, die aus Ihrem Mund kommen. In einer alltäglichen Sprechsituation dringen diese Wellen in unser Ohr, werden als Schall weitergeleitet und im Gehirn verarbeitet. So weit so gut. Doch wenn wir uns selbst hören, kommt noch etwas Entscheidendes hinzu: die zusätzliche Wahrnehmung über die Knochen. Denn genau sie sind es, die den produzierten Schall transportieren.  Wenn wir uns „vom Band“ hören, fällt die sogenannte Knochenleitung weg, wir hören ausschließlich über die Luftleitung. Deswegen klingt die Aufnahme unserer Stimme anders, als wir es beim Sprechen gewohnt sind.

Zuhören ist der Anfang einer besseren Stimme

Seien Sie also mutig. Hören Sie sich Aufnahmen Ihrer eigenen Stimme an. Keine Sorge, sie klingt nicht so als käme sie aus dem Goldfischglas. Erst wenn Sie die Hörprobe machen wissen Sie, wie Sie wirklich klingen. Und vielleicht ist das gar nicht so fürchterlich, wie Sie glauben, sondern einfach nur ungewohnt.

Schöner Nebeneffekt: Sollten Sie an Ihrem Sprechverhalten grundsätzlich etwas ändern wollen, üben Sie damit schon das Wichtigste: das Zuhören. Denn Sie können an ihrer eigenen Stimme nur das verändern, was Sie an anderen Stimmen wahrnehmen.

Stimmen hören will trainiert sein

Je genauer Sie hinhören, um so eindeutiger können Sie Ihr eigenes Stimmverhalten analysieren und optimieren.

Achten Sie deshalb vermehrt darauf, wie andere sprechen:

  • Sind Atemgeräusche zu hören?
  • Wie ist das Sprechtempo?
  • Wie ist die Betonung?
  • Können Sie beim Zuhören folgen?
  • Ist die Aussprache deutlich oder eher verwaschen?
  • Ist die Lautstärke angemessen?

Tipp:

Das Hinhören bietet sich im Alltag nicht nur bei eigenen Gesprächen an. Nutzen Sie doch mal das lange Stehen an der Kasse oder eine Fahrt im Bus. Falls sich vor oder hinten Ihnen Menschen unterhalten, einfach mal hinhören – ohne zu lauschen, versteht sich!

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